Eine erfolgreiche Kooperation - die KoMo GmbH |
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Kooperationen zweier gleichberechtigter Unternehmen sind selten in der Wirtschaft, auch im Bio-Bereich. Entweder versucht es jeder im Alleingang und lässt sich ungern in die Karten schauen oder ein attraktiver Wettbewerber wird übernommen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Dabei bieten Zusammenarbeit in Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung viele Vorteile. Allerdings erfordert eine Firmen-Ehe auch viel Pflege und Engagement von beiden Partnern. |
| Gemeinsam statt Einsam |
„Wenn ein Markt aufgebaut ist, macht es mehr Sinn, sich zusammen zu tun, als im Wettbewerb zu stehen", haben Wolfgang Mock und Peter Koidl erkannt. Die Boomjahre im Mühlenmarkt sind vorbei, die Ideen, Fähigkeiten und Möglichkeiten beider Firmen jedoch gleichwertig, weshalb sich die Mühlenbauer unter dem Motto „gemeinsam statt einsam" zusammenfanden. Da ohnehin eine lange Freundschaft die beiden verbindet, war der Schritt zur Zusammenarbeit scheinbar ein kleiner. Doch wollte die gänzliche Verschmelzung der Firmen wohl überlegt sein. |
| Synergie und Arbeitsteilung |
Die Geschäftspartner haben sich über zwei Jahre Zeit gelassen, bevor sie die beiden Unternehmen zusammenlegten und die gemeinsame Vertriebsfirma KoMo gründeten. Ko von Koidl und Mo von Mock. Jeder hat fünfzig Prozent eingebracht. Schwerpunktmäßig betreut Peter Koidl den Einkauf und die Produktion, Wolfgang Mock das Marketing. Um Vertrieb und Innovationen kümmern sich als kreative Erfinder beide. |
| Unabhängigkeit und Sicherheit |
Die Fertigung der nun gemeinsamen Produkte bleibt bei beiden Betrieben. Die Produktion beiden Werkstätten zu erhalten und nicht außer Haus zu geben, bedeutet vor allem Unabhängigkeit. Außerdem kann die technische Routine und das Know-How verfeinert werden und die Markterfahrung an verschiedenen Standorten erhalten bleiben sowie natürlich auch die Arbeitsplätze.
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| Miteinander zur Marktstärke, Kostenoptimierung |
Ziel der Partnerschaft ist die gemeinsame Präsenz auf dem Naturkost- und Reformwarenmarkt in Europa wie in Übersee. Grob gesagt: Im Detail betrachtet, ergibt sich neben dem wirtschaftlich-strategischen Plus eine Fülle von Vorteilen mit der Bündelung der Kompetenz.
So sind nach der Fusion die Produktentwicklung, die Marke mit dem gemeinsamen Marktauftritt und der Werbung aus einem GUSS. Die entstehenden Vorzüge liegen auf der Hand: Eine Marktstärke, die sowohl beim Teile-Einkauf wie bei Verkaufskonditionen und bei der Optimierung der Kosten positiv zum Tragen kommt. Die Kräfte zweier Firmen richten sich nicht mehr gegeneinander, sondern ziehen an einem Strang. Ob es um die Akquise neuer Kunden geht oder die Erschließung von Exportmärkten, zwei Unternehmererfahrungen fließen hier zusammen. Dazu kommt der Nutzen einer persönlichen Entlastung für jeden der beiden Firmenchefs, die durch Austausch und gemeinsame Problemlösungsprozesse in ihrer Verantwortung nicht mehr alleine dastehen.
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| Der Grundstein zur FusioN |
| Die erfahrenen Mühlenbauer kennen sich schon lange. Auch pflegten sie bereits seit Jahren eine indirekte Zusammenarbeit, indem Koidl in Österreich in Lizenz Mocks hawo's-Haushaltsmühle baute und vertrieb. Parallel dazu hatte Koidl jedoch auch eine eigene Serie entwickelt und sich einen Markt in Österreich, Italien und Süddeutschland aufgebaut. |
| Erste gemeinsame Projekte |
Ein gemeinsames Projekt, der Flocker „Flocino" war die erste Stufe, auf der getestet wurde, wie effektiv Zusammenarbeit in der Entwicklung sein konnte. Die Vermarktung übernahm jede Firma separat. Das gab die Möglichkeit festzustellen, wie die Verhaltensweisen des einzelnen sind, wie man bei Differenzen miteinander zurecht kommt. Zu dem Zeitpunkt gingen die Partner davon aus, dass die Firmen selbständig bleiben. |
| Die Ziele siegen gegen Egoismen |
| Am Anfang der Zusammenarbeit wollte jeder seine eigene Mühlenkultur erhalten. Nach einem konstruktiven Herausarbeiten der Egoismen mit Hilfe eines externen Beraters waren jedoch die Weichen gestellt: Der Markt sollte entscheiden, welche Produkte in Zukunft im gemeinsamen Unternehmen gebaut würden. Und jeder akzeptierte das Erbe des anderen. |
| Das Ergebnis: Erfolg |
  Schnell wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit effektiv war und von beiden in größerem Umfang gewünscht wurde. Eine Stärken-Schwächen-Analyse und die Gründung der GmbH folgten. Mit einer offensiven und kontinuierlichen Werbekampagne machten Koidl und Mock die Kooperation bekannt. Die Werbung brachte Erfolg und die Bestätigung „gemeinsam geht es besser". |