Aufruf zur Unterstützung des Anhalonium-Maisprojekts
Angesichts der dramatischen Entwicklung des Saatgutmarktes hin zu Monopolismus, Reduktion der Sortenvielfalt auf profitable Saaten und Versklavung der Bauern ist die Unterstützung solcher Initiativen, die viel Idealismus erfordern, wichtiger als jemals zuvor. Deshalb unterstützt TOP-Emma® die Initiatoren Martin Häfeli und Roman Naef gerne und ruft alle Leser dazu auf, das Projekt zur Erhaltung der Saatenvielfalt für nachfolgende Generationen durch eine Mitgliedschaft zu untertützen.
Die Initiatoren über sich
Wir engagieren uns für den nachhaltigen Schutz und Erhalt der Diversität von genetischen Ressourcen durch biologischen Anbau in Mikro-Kulturen. Als ebenso existenzielles Anliegen, streben wir die Gewährleistung einer dezentralen, lebensnahen und vielfältigen Saatgutproduktion an, möglichst ohne technologische Abhängigkeiten und monopolisierenden (und bürokratischen) Sorten- und Interessenschutz.
Projekt zur Saatguterhaltung für viele Nutzpflanzenarten
Anhalonium Ferme Bio Eco, unterhält u.a. eine weltweite Sammlung mit teilweise seltenen Maisvarietäten.
Beschreibungen <http://www.anhalonium.com/d/fr.htm>
Einige schöne Kolben-Abbildungen sind unter <http://www.anhalonium.com/div_illu/index.html> zu finden.
Weitere Spezialitäten des Bio-Hofes
Bohnen, Amaranth und Sukkulenten, aber auch Kürbis, Tomaten, Physalis, Kartoffeln, viele Kräuter (Heil-, Duft-, Küchenkräuter) und andere, wenig bekannte Gemüse und Getreide sowie andere Pflanzen. Und wenn wir schon bei den Spezialitäten sind, es wird, neben vielerlei Verarbeitungen auch Kombucha, Traubensaft und Wein hergestellt.
Anahlonium Maisprojekt (inkl. Einführung Maiskeim-Klub):
<http://www.anhalonium.com/d/maishome.htm>
Mitglied oder Sponsor werden im Maiskeim-Klub
(mit Willkommensgeschenk nach allfälliger, individueller Wunschliste!), Kooperationsvereinbarung (z.B. für Sortengärten): <http://www.anhalonium.com/d/anmeld_mk.html>
Ihre Investition in die Kulturpflanzenvielfalt und Ihr Föderbeitrag für schonende Produktionsmethoden, nachhaltige und gemeinnützliche Wertschöpfung - Seit 1997 wurde das Maisprojekt hauptsächlich von M. Häfeli und R. Naef getragen. Ab 2004 wollen wir die immer schwerer werdende Last und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und bieten, statt dem ehemaligen, unrentablen Saatgutangebot, verschiedene Möglichkeiten im Bereich von Zusammenarbeit und Sponsoring an...
Biogarten-Praktikum auf Anhalonium
Es ist möglich ein Biogarten-Praktikum auf Anhalonium, Region Bresse in Frankreich, zu absolvieren (...<http://www.anhalonium.com/d/prakhalo.html>).

... siehe Praktikum-Angebot, Anmeldeformular und Liste der AbsolventInnen
Maissorten und ihre spezifischen Eigenschaften:
Üblicher- und verständlicherweise interessieren sich die Privatpersonen mit Familiengärten für den Zuckermais, der zur Milchreife geerntet, speziell süss schmeckt. Doch auch ein - pfui - "Futtermais" ist in der Milchreife lecker (man erinnere sich an die erwähnten jugendlichen Streifzüge durch "Futtermais"-Felder [vermutlich hybrider Zahn- oder Hartmais]). Das Zuckermais-Korn schrumpf jedoch, statt Stärke zu bilden, eignet sich wenig zur Verarbeitung und Lagerung und ist aus diesen Gründen erst in jüngerer Zeit populär geworden (jedoch wie alle Convarietäten, bereits von den Indianern übernommen worden). Ein Weich- oder Stärkemais, sein Korn hat oft kaum Hartteile und eignet sich speziell zur Herstellung von Mehl und Tortillas. Der urtümliche Popcornmais hat nur glasige Substanz und kaum oder keinen mehligen Anteil am Korn und es poppt, wenn es noch eine gewisse Rest-Feuchtigkeit aufweist. Die Popcornpflanzen sind oft etwas lichter im Wuchs und auch genügsamer, was die Bodenansprüche betrifft. In der Regel benötigen sie dafür mehr Zeit (Kulturdauer/Reife, mittelspät bis spät).
Lage und Exposition: Mais liebt Sonne, Wärme, nährstoffreichen Boden und Feuchtigkeit - wem gehts nicht gerne gut? - Als Gras und Getreide ist der Mais enorm produktiv, er baut in kurzer Zeit gewaltige Biomasse auf (i.V. z.B. mit Weizen). Entsprechend sind die späten Varietäten und Spezialitäten nicht für jede Lage geeignet.
Vielseitige Verwendung des Mais
Entsprechend allgegenwärtig ist Mais in der Verwendung, kaum eine Branche, in der wir nicht auf ihn treffen (Weizen, Reis und Mais sind weltweit die 'wichtigsten' Getreide), Mais hat bereits 1982 den Zuckkerrohr verdrängt und hat sich zu einem der wichtigsten Lieferanten von Zellulose, Energie und Nahrung entwickelt. Es ist, gelinde formuliert, bedauerlich, dass der Mais auf Grund seines Erfolgs zu Grunde zu gehen scheint (Sortenvielfalt/-schutz, Patentrecht, GVO, Industrialisierung der Landwirtschaft, Globularisierung und Machtausbau der Saatgut-Konzerne und Chemie-Giganten, ...).
Untertützen Sie die Initiative von Roman Naef und Martin Häfeli
durch Ihre Mitgliedschaft, oder leisten Sie einfach einen Beitrag nach Ihrem Ermessen zur Erhaltung des Kulturerbes Saatgut.
Infos und Anmeldung: http://www.anhalonium.com/d/anmeld_mk.html
Mit Empfehlung von TOP-Emma, Richard Kirschner |